Unterrichtsentwurf – Hausaufgabe 26.06.2013

Die Stunde soll sich vor allem mit den Veränderungen der Bevölkerung durch Wanderungen, Fertilität und Mortalität beschäftigen. Der Hintergrund für diese Stunde und damit auch die didaktische Begründung liefert der Lehrplan des Hessischen Kultusministeriums von 2010. Dort ist auf Seite 26 festgelegt, dass für einen Leistungskurs in der 11. oder 12. Klasse das Thema “Deutschland” mit der Unterkategorie “Deutschland als Ganzes” behandelt werden muss. Laut Lehrplan wird bzw. soll die Wanderung kein zentrales Thema des Unterrichts darstellen. Stattdessen wurden Formulierungen wie Raumordnung oder Kulturraum verwendet. Wir ordnen das Thema der Bevölkerungsveränderung daher in die Thematik “Deutschland als Ganzes” ein.

Voraussetzung für diese Stunde ist, dass die Schülerinnen und Schüler bereits vorab einen Einblick in den demographischen Wandel und die Veränderung der Bevölkerung in der Vergangenheit und der Zukunft bekommen haben. Hierfür könnten vorab bereits Diagramme verwendet worden sein.

Ebenfalls spielt der Kontrast von ehemals West- und Ost-Deutschland eine Rolle. Gerade der Zeitraum nach der Wende gilt es zu berücksichtigen und eventuell vorab zu thematisieren.

Weitere Voraussetzungen, die sowohl für die Bearbeitung als auch für einen Leistungskurs unabdingbar sind, ist das Arbeiten, Beschreiben und Interpretieren von Graphen im Erdkundeunterricht. Hierzu könnte in den vorherigen Stunden nochmal geübt und wesentliche Merkmale und Kriterien aufgearbeitet werden.

 

Die Unterrichtsstunde

Wie bereits erwähnt, soll das Thema die Bevölkerungsveränderung innerhalb Deutschlands sein. Als Hauptgrafik bzw. Zielgrafik zum Bearbeiten und diskutieren mit den SuS soll Folgende diene (muss noch überarbeitet werden):

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Die Stunde wird durch ein Resümee der letzten Stunde eingeleitet, damit sich alle SuS nochmal vergegenwärtigen können, welches Thema aktuell ist. Der eigentliche Inhalt der Stunde konzentriert sich vor allem auf den zeitlichen Unterschied von 1995 bis 2011. Hierbei sollen vor allem die Ursachen für die Veränderungen der Fertilitäts- und Mortalitätsraten erörtert werden. Hinzu kommt, dass die Wanderung eine wesentliche Bedeutung in der Stunde spielen soll. Da der Datensatz keine genauen Differenzierungen zwischen Binnenwanderung oder völliger Auswanderer in ein anderes Land gemacht hat, kann dieser Punkt bei der Arbeit mit der Grafik nicht berücksichtigt werden. Dennoch gilt es hier kurz und knapp zu erläutern, welche Art der Wanderungen es gibt und welche Gründe vor allem für das Ost- Westgefälle verantwortlich sind.

Damit beide Grafiken (Lebend- und Sterberate sowie Wanderungen ’95 und ’11 in einen Kontext gepackt werden können, müssen hier Zusammenhänge verdeutlicht oder zusammen mit den SuS anhand verschiedener Aufgabenstellungen und Textarbeit oder offenen Gesprächen erarbeitet werden.

 

Ziele der Stunde

Die Ziele werden hierbei in einem kognitiven und inhaltlichen Hintergrund betrachtet.

Inhaltlich sollen die Schüler vor allem erkennen, dass die Wanderung ein entscheidendes Kriterium bei der Zu-/Abnahme der Bevölkerung im Jahresvergleich darstellt. Darüber hinaus gilt es, dass Ost-West-Gefälle zwischen neuen und alten Bundesländern in den Fokus zu rücken und hierbei auch den geschichtlichen Hintergrund und Gründe für die Abwanderung ’95 mit einzubeziehen. Ziel ist daher, dass die SuS selber erkennen, welche Zusammenhänge bei der Betrachtung der Bevölkerungsveränderung eine Rolle spielen (angeleitet durch Aufgabenstellungen).

Kognitive Ziele sind vor allem der sichere Umgang mit der Analyse von Graphiken im Unterricht. Hierbei spielt die Beschreibung, Interpretation und das Erkennen von Zusammenhängen von Graphik und Textarbeit eine Rolle.

 

Verwendete Methodik

Die verwendete Methodik ist hierbei vor allem die Arbeit mit Graphiken und dazugehörigen (vielleicht nicht völlig auf die Graphik abgestimmte) Texte. Darüber hinaus sollen Aufgaben an die SuS gestellt werden, die nach Möglichkeit alle drei Anforderungsbereiche einschließen (einfaches Lesen der Grafik, Beschreiben der Grafik bis hin zur Interpretation der selbigen).

Inwieweit Tafelbilder, Folien oder PowerPoint zur Veranschaulichung genutzt werden, ist an dieser Stelle noch nicht vollkommen abzuschätzen. Es sei aber gesagt, dass aufgrund der Sicherung des Ergebnisses der Stunde ein Tafelbild, Handout etc. auf jeden Fall berücksichtigt werden muss. Denn durch die Sicherung der Ergebnisse in schriftlicher Form, ist es auch weitaus eher gewährleistet, dass die Schüler etwas aus Stunde mitnehmen.

 

Zeitlicher Ablauf

Ein dieser Stelle sei zu erwähnen, dass die Fülle an Aufgabenstrukturen und -möglichkeiten derzeit noch nicht vollständig abgewogen wurde und somit keine konkrete Angabe gemacht werden. Aufgrund der Vorgabe von einer normalen Schulstunde (wenn kein Blockunterricht 2x45min stattfindet) kann und soll sich an die zeitliche Vorgabe von 45min eingehalten werden.

Grob kann folgendes vorerst festgelegt werden:

Zeit Thema Funktion Material
5´             Begrüßung und Resümee der letzten Stunde Schüler werden von der letzten Stunde “abgeholt” keins
5´- 15´

 

Ein-/Überleitung neue Thematik

Einführung/Weiterführung der Thematik “Bevölkerungsveränderung” Schüler sollen die Thematik kennenlernen/erweitern ggf. Lehrervortrag oder Arbeit an Text
15´- 30´

 

Hauptteil/Bearbeitung der Aufgabe

Die Bevölkerungsveränderung im Vergleich ’95 und ’01 Schüler sollen sich mit dem Hauptthema der Stunde befassen Graphik evtl. gesplittet, Arbeitsblatt
30´- 35´

 

Ergebnissicherung

Zusammentragen der Ergebnisse Schüler erhalten Rückmeldung über die gemachte Arbeit Tafel         oder anderes Medium zur Unterstützung der Sicherung
35´- 45´

 Stundenabschluss +

Verabschiedung

Diskussion. Thema könnte hierbei vor allem die klare Disparität zwischen Neuen und Alten Bundesländern sein Schüler sollen neben dem Verständnis der Grafik auch die Hintergründe näher beleuchten. Nach Lehrplan kann hierbei übergeleitet werden in die “Thematik Raum”, “Raumanalyse” sowie “Standortfaktoren” Lehrkraft fungiert als Moderator und Ideengeber

fiktive Hausaufgabe

Eine fiktive Hausaufgabe richtet sich hierbei stark danach, wie man mit dem unterrichtlichen Geschehen in der Klasse voran kommt. Da keine Aussage über die Leistungsfähigkeit gemacht werden kann (es ist jedoch bei einem Leistungskurs davon auszugehen, dass die SuS Ahnung haben und engagiert arbeiten), kann dennoch gesagt werden, dass der geplante Unterricht vollständig geführt werden kann.

Als Hausaufgabe kann hierbei die weiterführende Interpretation der Grafik oder nur speziell, dass eigene Bundesland (in der die SuS heimisch sind) im Vergleich zu einem anderen näher betrachtet werden. Hierbei spielt der Vergleich der Jahre, evtl. das Ost-West-Gefälle sowie die Wanderung und die damit verbundenen Gründe für die Zu oder Abwanderung eine wesentliche Rolle. Ein Text könnte als Ergänzungsliteratur rein gereicht werden, den es in Zusammenhang mit der Graphik zu bearbeiten gilt. Dies könnte zudem einen Übergang zum nächsten Thema Raumanalyse, Standortfaktoren darstellen.

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